Vizepräsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft




Zur Person


Ich wurde 1964 in Bremen geboren und lebe seit 1982 in Hamburg - davon über 25 Jahre in Eimsbüttel. Ich bin verheiratet und habe zwei erwachsene Kinder. Nach einer Ausbildung zur Verlagskauffrau arbeitete ich zunächst als Pressedokumentarin. 1998 volontierte ich und bin seitdem als Redakteurin tätig.

Politischer Hintergrund, gesellschaftliches und betriebliches Engagement:
Erste politische Erfahrungen mit Schulstreiks, erste Friedensdemo 1981 in Bonn
In den 1980ern: Betriebliche Friedensarbeit
In den 1990ern: Elternratstätigkeit in Kita und Schule
Frühere Mitgliedschaften: DKP und SDAJ 1983-89, PDS 1995-96, WASG 2005
DIE LINKE. seit Juli 2007
Gewerkschaften: IG Druck und Papier, IG Medien, ver.di
Ver.di-Landesbezirksfrauenrat Hamburg, Geschäftsführung
Ver.di-Bundesfachbereichsfrauenvorstand Medien-Kunst-Industrie
ehrenamtliche Arbeitsrichterin (Mandat ruht)
Betriebsratsarbeit seit 1983
Konzernbetriebsratsvorsitzende seit 2004
Vorsitzende des Europäischen Betriebsrates 2007 bis 2009

Fördermitglied von Greenpeace
Fördermitglied von abgeordnetenwatch.de
Fördermitglied von hungrig-online.de
Mitglied von ragazza e.V.
Mitglied bei Weibernetz e.V.
Mitglied im Verkehrsclub Deutschland
Mitglied bei Mietern helfen Mietern
Mitglied bei Pro Familia
Eingetragen bei der Dt. Knochenmarkspendedatei

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Bürgerschaft privat ist eine Reihe im Hamburg1-Frühstücksfernsehen. Ich war am 6. April 2010 zu Gast und habe fünf Minuten mit Moderator Bär geplaudert ...

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Die Akteure vom hamburger-medienschaufenster.de haben mich zu den Bürgerschaftswahlen 2008 gebeten, den "Marcel Proust"-Fragebogen zu beantworten.

Wo möchten Sie leben?
In einer Welt, in der kein Mensch über andere Menschen herrscht.

Was ist für Sie das größte Unglück?
Es gibt zu jeder Zeit Möglichkeiten, unglücklich zu sein. Je nachdem, aus welcher Sicht man etwas betrachtet, hätte es auch immer noch schlimmer werden können. Tragisch ist es, wenn sich Unglück an Unglück reiht.

Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?
Ich halte es da lieber mit Brecht: „Denn alle rennen nach dem Glück. Das Glück rennt hinterher.“ (Ballade von der Unzulänglichkeit des menschlichen Planens.)

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?
Die Fehler anderer.

Ihre liebsten Romanhelden?
Meine Helden sind die Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die gute Romane schreiben.

Ihre Lieblingsgestalt in der Geschichte ?
Am Ende meines Lebens werde ich diese Frage beantworten können. Ich entdecke immer wieder neue, interessante und wichtige Personen. Eine gewisse Bedeutung für mich hat allerdings Till Eugenspiegel. Die Menschheit hat bis heute wenig dazu gelernt, sie lässt sich immer noch gern an der Nase herumführen.

Ihre Lieblingsheldinnen in der Wirklichkeit?
Zurzeit die Kolleginnen, die im Einzelhandel für höhere Gehälter streiken.

Ihre Lieblingsheldinnen in der Dichtung?
Wiederum eine Erschafferin von Gedichten, Bettina von Arnim.

Ihre Lieblingsmaler?
Meine Kinder: Ich habe ihre frühesten Werke allesamt aufgehoben.

Ihr Lieblingskomponist?
Da gibt es keinen, weil ich je nach Stimmung verschiedenste Musik höre. Toll finde ich Frauen, die ihre Lieder selbst komponieren, wie zum Beispiel Tracy Chapman.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Mann am meisten?
Courage, Bescheidenheit, Humor, die Fähigkeit zur Selbstkritik.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einer Frau am meisten?
Courage, Bescheidenheit, Humor, die Fähigkeit zur Selbstkritik.

Ihre Lieblingstugend?
Ich wäre für die Erfindung einer Übertugend, die alle vier vorgenannten Eigenschaften miteinander vereint.

Ihre Lieblingsbeschäftigung?
Spontan: Klönen mit meinem Mann am Frühstückstisch.

Wer oder was hätten Sie sein mögen?
Manchmal eine Person mit weniger Selbstzweifel, manchmal eine Person mit mehr Selbstzweifel.

Ihr Hauptcharakterzug?
Man sagt mir nach, dass ich fleißig und konsequent bin. Sind das überhaupt Charakterzüge? Eigenschaften, Tugenden und Charakterzüge haben doch identische Bedeutungen – oder?

Was schätzen Sie bei ihren Freunden am meisten?
Merkwürdigerweise können meine Freunde alle gut kochen, ob wohl ich schwöre, dass ich sie mir nicht danach ausgesucht habe.

Ihr größter Fehler?
Dass ich immer versuche, sie zu vermeiden.

Ihr Traum vom Glück?
87 Prozent aller Deutschen sehen Gesundheit als Quelle des Glücks. Freude über die kleinen Dinge des Lebens ist für fast 70 Prozent ein Glücksfaktor. Ich schließe mich der herrschenden Meinung an.

Was möchten Sie sein?
Ab 25. Februar: Bürgerschaftsabgeordnete in Hamburg.

Ihre Lieblingsfarbe?
Blau in allen Schattierungen. Politisch natürlich rot.

Ihre Lieblingsblume?
Wenn mir jemand einen Blumenstrauß schenken möchte, würde ich mich über eine Ton-in-Ton-Zusammenstellung von verschiedenen Blüten am meisten freuen. Ansonsten mag ich auch eine einzelne Blüte, zum Beispiel eine Amaryllis, mit einem großen Blatt arrangiert. Eine Lilie finde ich auch schön. Oder eine Rose.
Bedauerlicherweise ist mein Verhältnis zu Usambaraveilchen beeinträchtigt: Ich bekam zu meiner Konfirmation 1978 bestimmt 15 Töpfe davon geschenkt. Was soll eine 14-Jährige damit? Wenigstens steckten einige Geldscheine darin.

Ihr Lieblingsvogel?
Die zahme Rabenkrähe „Bebe“ aus Bremen, über die ich 2002 eine Reportage geschrieben habe, die im Weser Kurier veröffentlicht wurde. Leider flog sie danach auf und davon.

Ihr Lieblingsschriftsteller?
Viele Schriftsteller/-innen waren zu gegebener Zeit meine Lieblinge. Im vergangenen Sommer habe ich zum Beispiel mehrere Dan-Brown-Schinken hintereinander weg gelesen. Hohen Respekt habe ich vor Joanne K. Rowling. Schriftstellerisches Vorbild für meinen Debütroman ist Ingrid Noll.

Ihr Lieblingslyriker?
Goethe, Heine, Brecht, Kästner – weil ihre Worte bis heute Einfluss haben.

Ihre Helden in der Wirklichkeit?
Alle Menschen, die den Mut finden, aufzustehen und NEIN zu sagen, selbst wenn sie dann für sich Nachteile befürchten müssen. Märtyrer gehören da nicht zu.

Ihre Heldinnen in der Geschichte?
Clara Zetkin, Rosa Luxemburg und George Sand.

Was verabscheuen Sie am meisten?
Das Gegenteil der noch zu erfindenden vier Eigenschaften umfassenden Übertugend, die ich sowohl bei Männern wie auch bei Frauen am meisten schätze.

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Fragebogen aus Disput, Februar 2008



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